Wasteland

2016
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Leere und Weite werden zu einem ästhetischen Erlebnis.
Der Blick kann schweifen, ein offenes Land vor Augen: Denkraum der Einsamkeit, seit biblischer Überlieferung. In der Wüste wird die Religion des Monotheismus geboren, an ihren Rändern entstand die Zivilisation. Rückzugsort für die Einen, Niemandsland des Abgrunds für die Anderen offenbaren die Bilder des Wüstensandes ein ambivalentes Gefühl. Die Einblicke in Verwehungen und Hügelzonen, in denen sich das Licht bricht und in die Unendlichkeit überleitet, übersteigen die Vorstellungskraft. Bilder, in denen die Horizontlinien zum Haltepunkt des Sehens werden, überwinden den Fokus des fixierenden Blicks. Die Absenz gewohnten Daseins konfrontiert den urbanen Blick mit einer Natur, die Staunen macht.